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2020-02-07

EPU Personenbetreuer in Vorarlberg & weiter stark (aber nicht mehr wachsend)

Im Jahr 2014 befasste ich mich rein privater Natur mit dem Wachstum / Entwicklung / Überhitzung der veschiedenen Wirtschaftssektoren, Sparten, Branchen, Fachgruppen, Berufsgruppen und sonstige kurzfristingen Trends und langfristiger Entwicklungen in den Bereichen Arbeit und Wirtschaft anhand des ganz konkreten Beispiels der Berufsgruppe Selbstständige Personenbetreuer.

Ich verfasste folgenden sehr kurzen Artikel auf meinem Blog hier dann dazu. Der Grund für gerade diese Berufsgruppe für jene Fallstudie war nicht etwa ein sozialer Hintergrund (z.B. arme ausgebeutete Scheinselbstständige im untersten Einkommenssegement)  oder ein rassistisches Motiv (es handelt sich bei Mitgliederinnen dieser Berufsgruppe vornehmlich um weibliche der Volksgruppe der Slawen zugehörige osteuropäische EU-Bürgerinnen), sondern ganz simpel und einfach die Tatsache, dass es in Österreich aufgrund der demographischen Entwicklungen in diesem Marktbereich sehr leicht einschätzen lässt, welche Nachfrage es durch immer mehr pflegebedürftige Pensionistinnen gibt und gleichzeitig welcher  Angebotsbedarf an Personenberteuerinnen (Pool an Betreuerinnen) dazu sich korrespondieren entwickelt.

Bis Anfang Jänner 2019 stiegen Angebot und Nachfrage in der Pflegebetreuung relativ konstant an (eine immer größer wachsende Anzahl von Pfelgebedürftigen mit immer exklusiveren Bedürfnissen stand korrelierend ein stetig wachsendes Angebot an Pflegeleistungen und immer mehr Betreuerinnen gegenüber).
Im fortschreitenden Jahr 2019 stagnierte allerdings die Angebotsseite deutlich zum 1. Mal seit Jahren und es gab kein sichtbares signifikantes Wachstum bei der Anzahl der sich anbietenden Personenbetreuerinnen.

Seit Anfang 2020 schrumpfte bereits die Angebotsseite sichbar. (sprich eine signifikante geringere Anzahl an vorhandenen selbstständigen Personenbetreuerinnen offerierte eindeutig nicht mehr derart manngfaltige Liestungsangebote, sondern viel mehr ein günstiges Standard-All-In Paket / Dienstleistung).


https://firmen.wko.at/Web/Ergebnis.aspx?StandortID=137&StandortName=Eisenstadt-Umgebung&Branche=45014&BranchenName=selbst%C3%A4ndige%20Personenbetreuer&CategoryID=0#


https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0Ajp8yYU5yBOBdEtMOUUxUHoyLWRQLW9GUUN5M3liSkE&usp=sharing

2017-08-20

Was macht die Schweiz besser als Österreich?

1. Die Schweiz hat einen funktionierenden Föderalismus und Österreich nicht.
(In Österreich nimmt der Bund ein und die Länder geben aus.)

2. Die Schweiz hat ein nachhaltig finanzierbares Rentensystem und Österreich nicht, siehe:
In der Schweiz liegt dies für Frauen bei 64 Jahren und für Männer bei 65 Jahren.
(In Österreich liegt das Rentenantrittsalter für Frauen bei 60 Jahren und es wird erst ab dem Jahr 2024 schrittweise angehoben.)

3. Die Schweiz hat 3% Arbeitslosigkeit und Österreich 7,6%.
https://tradingeconomics.com/switzerland/unemployment-rate

https://tradingeconomics.com/austria/unemployment-rate

4. Die Schweiz hat 32,6% Staatsschulden in % des BIP und Österreich 84,6%.
https://tradingeconomics.com/switzerland/government-debt-to-gdp
https://tradingeconomics.com/austria/government-debt-to-gdp

5. Die Schweiz  verteilt 33,6% des BIPs um
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/216779/umfrage/staatsquote-in-der-schweiz/
und Österreich 51% des BIPs.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/217706/umfrage/staatsquote-in-oesterreich/

Also ⅓ der Leistung aller Schweizer wird an Arme und Bedürftige umverteilt und für Bildung, Infrastruktur, Gesundheit, Verwaltung, Heer, Polizei, Gerichte,  u.s.w. ausgegeben und in Österreich ist es mehr als die Hälfte der Leistung aller Österreicher. Ich halte Staatsquoten jenseits der 50% für eher problematisch. (Optimal ist die Staatsquote meiner Meinung nach zwischen 30% - 48% je nach Struktur des Staates, darunter wird es eher anti-sozial und darüber ist die Last für die Leister zu hoch.)
Nun ist es aber so, dass Heer, Polizei, Bildung, Gesundheit in der Schweiz nicht unbedingt schlechter sind (vermutlich sogar besser sind) als in Österreich.
(Anmerkung: Das Heer und die Polizei werden in Österreich aber auch nicht wirklich sehr stark subventioniert.)

6. Beim Pisa-Test im Bereich Bildung schneiden die Schweizerinnen auch besser ab als Österreicherinnen, besonders in Mathematik:
https://www.nzz.ch/schweiz/pisa-studie-2015-schweizer-15-jaehrige-rechnen-europaweit-am-besten-ld.132847

7. Obwohl die Steuern und Abgaben in der Schweiz viel niedriger sind als in Österreich und die Firmen mit dem gleichen Brutto Budget mehr Arbeiter einstellen können aufgrund der niederen Steuern und Abgaben, gibt es in der Schweiz weniger manifeste Armut als in Österreich. (Klingt komisch, ist aber so.)
Siehe: https://www.lohncomputer.ch

Die Schweiz ist extrem neoliberal föderalistisch friedliebend, aber ist das wirklich so das schlechteste für ein kleines Alpenland?

Tja, die Babyboomer gehen sicher in 5-15 Jahren sowohl in Österreich als auch in der Schweiz so ziemlich sicher in Rente, nur die Schweiz ist für dieses sehr vorhersehbare Ereignis sehr gut gerüstet, Österreich leider weniger. (Not my cup of tea anymore).
Quelle: CIA

2016-07-17

Pensionssystem USA ~ Europa: Amerikanisches Ansparmodell weit weniger Side-Effects als der umlagenbasierte Generationenvertrag

Lange Zeit wurde das Umlagen-Rentensystem hier über alles gelobt und in der öffentlichen Meinung stand es klipp und klar fest, dass der umlagenbasierte Generationenvertrag auf alle Fälle das eindeutig bessere System gegenüber dem US Kapital-Anspar-System sei.

Ich möchte hier durch Veränderungen in mittlerer bis jüngerer Vergangenheit ein par Gegenargumente bringen. Es bleibt dem einzelnen Leser überlassen, wie sehr er diese aufgreift und ob und wie sehr das seine Meinung in Teilen ändern kann.

Die gängigen Argumente für das Umlagesystem waren:

Kapital ansparen ist immer mit Risiko verbunden, da so etwa alle 50-100 Jahre eine globale Finanzkrise stattfindet. (1920er Jahre: schwarzer Freitag, Weimarer Republik, ... und 2008)

Wir lernen bei jeder neuen globalen Finanzkrise dazu: durch gezielte Aktionen der Notenbanken konnte die Finanzkrise 2008 etwas mehr gelenkt werden, dem Chaos der Märkte wurde nicht vollkommen freien Lauf gelassen. In den USA handhabte die FED die Folgen der Subprime-Market Krise mittels Emergency Economic Stabilization Act sicherlich adäquat, allerdings in der EU war dieser Erfolg in dem Maße nicht möglich!
Nichts desto trotz waren die Rentenfonds und Kapital-Anspar-Pensionskassen nicht am stärksten von der Finanzkrise 2008 betroffen!
Weiters denke ich, dass es auch relativ risikolose Kapital-Anspar-Modelle gibt, man darf halt nicht wie KHG den ATX künstlich durch Jimmy Roger & Felix W. Zulauf künstlich pushen und diese nach Betrug klingende Zockerei als "neues" Pensionsmodell propagieren.
Man könnte ein sicheres Modell finden, indem man einen Rentenfonds wie folgt z.B. aufbaut:

10% in Devisen oder Swaps oder Bares der G20 Staaten.
20% Aktien der G20 Staaten
15% EFDs iShares der G20
15% Edelmetalle und Rohstoffe (aber intelligent, also vor dem Winter bei niedrigem Gaspreis kaufen und dann gegen Ende verkaufen, bei Edelmerallen phsysisch gelagert)
20% Staatsanleihen der G20 (dazu nötigen uns sicher die Staaten)
20% Microkredite, Crowdfunding, Rückversicherer, Immobilien

Dieser Fonds verspricht zwar keine astronomisch hohen Gewinne, aber er dürfte relative risk reduced sicheren Ertrag bringen (wo im worst case auch nie alles verloren sein kann)

Was wenige aber bedenken ist, dass im Zuge einer globalen Finanzkrise in einigen Kontinenten (meistens Europa) es auch vermehrt zu Massenarbeitslosigkeit kommen kann und dann ist das Umlagensystem genau so davon, wenn nicht sogar mehr davon betroffen, und zwar wenn die ganzen prognostizierten Einzahler arbeitslos sind,

Die Bevölkerung schrumpft zumindest nicht

Hier wurde die Rechnung ohne gestiegene Alterserwartung und heftige Geburtenrückgänge in EU Staaten gemacht. 
Aufgrund dieser Tatsachen musste bereits ein refugee resettlement Zusatzplan angedacht werden, um die potentiellen Einzahler überhaupt noch gewähren zu können.
Und das ist einer der in der Überschrift des Artikels erwähnten Side-Effects.
Das Umlagensystem ging von gewissen Voraussetzungen aus, die in jüngerer Vergangenheit einfach nicht mehr erfüllt waren und daher wurden Notlösungen (wie die Umsiedlung von Flüchtlingen) gebastelt um das System weiter aufrecht erhalten zu können.

Wenn alle Stricke reißen, dann kann man immer noch aus dem Budget zuschießen oder einfach die Beiträge erhöhen

Genau diese nur für den Notfall angedachte Maßnahme, wird die ganzen letzten 10 Jahre permanent durchgeführt, natürlich fehlt dann das Geld im Budget für was anderes, wie Bildung, Gesundheit und eine Steuersenkung wird so per se de facto für sehr lange Zeit unmöglich gemacht.
Erhöhen von Beiträgen hat negative macro-ökonomische Side-Effects, da hohe Abgaben auf Arbeit beschäftigungshemmend wirken und zusätzliche Belastungen für Unternehmer verhindern Wirtschaftswachstum.


Bislang ignorierte Argumente für das Ansparsystem

Im Ansparsystem ist es aus Sicht des Individuums vollkommen egal, ob es selber Familie & Kinder hat, Sorgen, ob die Kinder vom Hasche Karli auch wirklich genügend Leistung für "meine Pension" erbringen können oder ob der Syrer wirklich so eine TOP qualifizierte Arbeitskraft ist, fallen weg.
Das was ich mir zur Seite lege und anspare, habe ich dann im Endeeffekt mit ein klein wenig Ertrag am Lebensende, unabhängig, ob die Kinder vom Hasche Karli TOP qualifiziert sind, oder ob die Kinder vom Alexander van der Bellen nur schlecht bezahlte praktika ohne Umlagen bei NGOs machen, ob die vertriebenen sunni arab Sttämme doch kaum zur wirtschaftlichen Elite Syriens gehörten oder ob der Neugebauer in seiner Dominanz dieses einst reiche und zukunftsträchtige Land abwirtschaftete!


Last but not least bin ich immer noch linksliberaler

Um Härtefälle zu vermeiden könnte der Staat 800€ x 14 Volkspension zahlen, sobald jemand 20 Beitragsjahre für die neue Volkspension (1 Kasse für alle in der Österreich) zusammen hat!

2016-04-22

Das Budget

Das Budget ist wie in einem Fass und das hat so viel Löcher, dass es egal ist, wie viel man oben hineinschüttet, man muss zuerst die Löcher abdichten und die Löcher sind die Strukturprobleme, die wir haben!

Maria Fekter's Bezeichnung war so prägend, das die neue transparentere und genauere Seite des österreichischen Bundesministerium für Finanzen den Titel 'Das Budget' in memoriam Marie-T. trägt:
Obwohl die Mizzi war eh eine gute Finanzministerin, jetzt trotz HGAA Jersey, sie machte Steuer-abkommen mit der Schweiz und Liechtenstein, sowie Banken-Abgabe.


2014-07-25

Keine Verschwörungstheorie, weil ziemlich real extrapolierbar

Ich wiederhole es jetzt zum 1001 Mal: Österreich hat ein Problem mit dem Rentensystem. Darum geht es zwar hier nur peripher, aber ich nutze jede Gelegenheit um darauf hinzuweisen.

Erklärung für Dummies: Leute leben im Schnitt um 10 Jahre länger als 1970, gehen früher in Rente als in den 1970er Jahren, die Renten sind höher und die Alterspyramide sieht wie folgt aus:
Details unter: http://blog.area23.at/2014/06/pensionssystemproblematik-update.html

Fast überall in €uropa ist die demographische Situation ähnlich schwierig

Freuen wir uns, das ist eine zusätzliche Herausforderung zur Staatsschuldenkrise, Bankenkrise zusammen auch €-Krise genannt, 60% Jugenarbeitslosigkeit im Süden, u.s.w. u.s.f.
Darüber gibt's auch genügend wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Artikel, siehe: 
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/15/europa-wird-zum-seniorenheim/

Überalterung in USA, Japan, China 1-Kind Politik, EU nicht alleine bei geringer Fertilität (Fertilität von 4-5 in Afrika auch jetzt nicht so wahnsinnig hoch mehr bei härteren klimatischen Bedingungen, höherer Kindersterblichkeit, etc.)

http://infographics.economist.com/2014/fertility_20140528/

Das heißt: Fast die ganze Welt hat in baldiger Zukunft ein (eher mehrere) Rentenprobleme, aber dafür sicher weniger Probleme mit Bevölkerungsexplosion und wahrscheinlich auch etwas weniger Ressourcen-Konflikte!
Das heißt: Schwächeres Weltwirtschaftswachstum (ausgenommen Innovationen), weil weniger Erwerbstätige müssen mehr Rentner sichern: Bevölkerung wächst noch etwas (in die Höhe), weil Leute älter werden, aber nicht mehr so in die Breite (Fertilität)!


P.S.: In Bezug auf soziale würdige Alterssicherung für alle Senioren hätten wir prinzipiell vom Bereich des möglichen und machbaren kein Rentenproblem.
Wir haben ein Systemproblem und es fehlt der Wille zu sozial verträglichen machbaren Korrekturen.

2014-06-08

Pensionssystemproblematik Update

Linke, wie rechte, wie liberale haben ein Problem.
Sie konstruieren sich die persönliche Wahrheit nach ihrer Ideologie ohne dabei im wissenschaftlich aufgeklärten Sinn einen seriösen Diskurs über vorhandene Daten und Fakten zu führen.
Sie wischen vorhanden Daten und Fakten, die nicht in ihr Konzept und ideologisches Weltbild passen einfach zu 90% weg, nur um ihre Ideologie als Primat durchzusetzen.
Linke ignorieren immer die erst durch Umverteilung entstande Ungleichheit und die Problematik der teilweise vollkommen fehlgeleiteten Umverteilung durch den Staat, liberale sind marktgläubig, obwohl die Subprime-Market-Krise, die geplatzte .COM-Blase und sonstige Wirtschaftskrisen und Blasen die Theorie des optimalen freien Markts klar widerlegen. Rechte sehen durch Migration hohe Kosten im Sozialsystem entstehen, obwohl dies auch durch Daten widerlegt ist. (Ich bin kein Fan von vollkommen ungeregelter Migration im Sinne einer Völkerwanderung, aber diese haben wir hier keinesfalls)
Diese Vorgehensweise ist in meinem Weltbild sowohl grausam als auch menschenverachtend.
Stell dir vor Österreich steht vor einer Pensionskatastrophe 
und alle gehen in Frührente.
Quelle: http://statistik.gv.at/web_de/statistiken/arbeitsmarkt/erwerbstaetige/062875.html
Im Alterssegment von 55-64 arbeiteten 2013 454.100 Erwerbstätige,
in der Altersgruppe von 45-54 arbeiteten 2013 1.160.200 Erwerbstätige.
Ohne Reform des Pensionssystem werden bis 2018 zirka 500.000 Beschäftigte in Rente gehen,
bis 2023 werden es zirka 1.000.000 weniger der alten Einzahler ins System sein und ich weiß nicht wie viele nachrücken. Besonders waren die Löhne und SV-Beiträge dieser 1.000.000 alten Einzahler recht hoch, die nachfolgenden jüngeren sind schlechter entlohnt und es sind weniger.
Die Erwerbstätigen in der Altersgruppe 45+ haben vergleichsweise bessere Gehälter im Vergleich zum Rest. Für alle vor dem 01.01.1955 Geborenen in dieser Gruppe gilt weiterhin das alte Recht zum 31.12.2004 vollständig. Aber auch die meisten aus der Altersgruppe 45-54 mit 1.160.200 Erwerbstätigen fallen noch teils unter das frühere Pensionsrecht. In 10 Jahren werden aus diesen beiden Gruppen der Großteil an Frauen und auch viele Männer in Rente gehen, sollte es nicht bald unerwarteter Weise zu einer nachhaltigen Reform kommen.
Die Folge davon ist:
  1. Viele Einzahler mit entsprechend hohem Gehalt und damit auch hohem Sozialversicherungsbeitrag gehen als Einzahler aus dem System heraus und
  2. werden zu Beziehern des Systems mit relativ hohen Pensionsansprüchen.
http://goo.gl/s83KuB
Obwohl im Pensionssystem 4 Mrd. € eingespart werden, steigen die Kosten bis 2018 um 4 Mrd. € im Vergleich zu heute.

Wir sehen die Kosten der Pensionsversicherung betrugen 2013 bereits 37 Mrd. €,
hinzu kamen noch 10 Mrd. € aus dem Budget, etwa 9 Mrd. € für die Beamtenpensionen und 2,2 Mrd. € für die ÖBB-Pensionen.
37 + 10 + 9 + 2,2 = 58,2 Mrd. € Pensionskosten.

Das ist die wirtschaftliche Entwicklung seit 2000:
http://blog.area23.at/2014/04/macroeconomic-indicators-of-austria.html
Nähere Infos unter: http://blog.area23.at/2013/11/alterspyramide-beschaftigung-und.html
und http://blog.area23.at/2014/04/privilegienpensionen-das.html

Achtung bereits 2014 gibt es wesentliche Abweichungen, sowohl von der Anzahl der Pensionen, wie auch von der Höhe im Vergleich zum langfristig berechneten Modell 2060:
http://www.bmask.gv.at/cms/site/attachments/8/6/7/CH2818/CMS1383132160631/langfristmodell_beschluss_incl_tabs.pdf

Ich bin zum Glück nicht der einzige, dem diese gravierende Problematik bewusst ist:
Martin Gundinger schrieb hier ebenfalls sehr ausführlich über die Pensionsproblematik.
Auch der Agenda Austria ist die Problematik des Pensionssystem vollkommen bekannt.

Ursprünglich wies Hannes Androsch seit 1977 bereits im Jahr 1977 darauf hin:
Mich beschäftigt das schon 40 Jahre ungefähr – genau sind es jetzt 36 Jahre. Sie finden das in den Unterlagen. In einem Vortrag im Herbst 1977 „Entscheidung für morgen“ habe ich dieses Thema, das sich aus der demografischen Entwicklung, aus der Verlängerung der Lebenserwartung bei gleichzeitig immer früherem Pensionsantritt und immer größerer Anzahl von Frühpensionisten ergibt, angeschnitten. Ich habe dann im Jahr 1980 – also ungefähr ein Jahr vor meinem Ausscheiden aus der Regierung – einen Disput mit dem Sozialminister gehabt und diesbezüglich den Kanzler bemüht. Dieser Briefwechsel, der Ihnen in Kopie auch zur Verfügung steht, hat damit geendet, dass der Kanzler gesagt hat: Wenn es einen Streit zwischen dem Sozialminister und dem Finanzminister gibt, bin ich immer auf der Seite des Sozialministers. So.
http://a.referata.com/wiki/Pension

IV-Präsident Kapsch: Wesentlich tiefgreifendere Reformschritte erforderlich – Pensionsharmonisierung konsequent umsetzen – Strukturreformen im gesetzlichen Pensionssystem angehen

„Eine realistische Begrenzung von Sonderpensionen ist dringend notwendig, um endlich mehr Fairness gegenüber den ASVG-Pensionisten zu erlangen“, so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV),Mag. Georg Kapsch, heute, Montag. „Dass es bei den Körperschaften öffentlichen Rechts bzw. im öffentlichen Bereich, wo Steuermittel eingesetzt werden, künftig immer noch möglich sein soll, 13.590 Euro monatlich an Sonderpensionen zusätzlich zu einer Pension aus der gesetzlichen Sozialversicherung zu beziehen, ist gegenüber dem Steuerzahler nicht zu rechtfertigen. Eine Luxuspension von 13.590 Euro monatlich ist mehr als das vierfache der ASVG-Höchstpension von derzeit 3.136 Euro. Die vielzitierte Gerechtigkeit sieht anders aus“, so Kapsch. Daher fordere die Industrie wesentlich tiefgreifendere Eingriffe bei den Luxuspensionen wie auch die Einbeziehung von Rechtsträgern auf Landesebene mit Sonderpension, die bei dem aktuellen Entwurf nicht unmittelbar erfasst würden, betonte Kapsch.

„Allerdings gilt es auch im Pensionssystem insgesamt die Pensionsharmonisierung auf Bundes- und Länderebene konsequent und möglichst rasch voranzutreiben“, forderte Kapsch. Ziel müsse ein auf der Bundesregelung, dem Allgemeinen Pensionsgesetz, basierendes, einheitliches Pensionsrecht sein. „Gleichzeitig gilt es, weitere strukturelle Reformschritte im Pensionssystem zu setzen. Notwendig ist insbesondere die Implementierung eines Nachhaltigkeitsmechanismus im Pensionssystem, der die steigende Lebenserwartung automatisch berücksichtigt, und die raschere Angleichung des gesetzlichen Frauenpensionsalters an jenes der Männer, denn nur so kann es zu einer echten Generationengerechtigkeit kommen“, betonte der IV-Präsident.

2014-05-24

Und weg ist es: Daten zu jährlichen Pensionsversicherungskosten vom Server der Sozialversicherung entfernt

Bis vor kurzen befanden sich noch die Daten zu den Pensionsversicherungskosten Einnahmen und Auszahlungen pro Jahr auf dem Server der Sozialversicherung. (Keine persönlichen Daten nur die Gesamteinnahmen aus der PV und die Gesamtausgaben der PV) Da sich einige Leute und auch meine Wenigkeit im Moment mit der Nichtfinanzierbarkeit des Pensionssystem beschäftigen, wollte ich ein par Daten kreuzverifizieren. 
Leider wurden diese Daten vom Server der Sozialversicherung jetzt gelöscht. 
Dass sie bis vor kurzem noch da waren, sieht man gut am Google Suchergebnis.
http://goo.gl/M6CnDS

Die Kosten für die Pensionsauszahlungen aus der SV betrugen im Jahr 2013 37 Mrd. €

Zusätzlich mussten noch aus dem Budget 9,8 Mrd.€ zugeschossen werden.

Artikel in der Wiener Zeitung: Die nächste Reform ist sicher

2014-04-26

Privilegienpensionen - das Sonderpensionenbegrenzungsgesetz

  • Neben ererbtem „altem“ Vermögen wird eine neureiche Klasse von Mutimillionären, Rentiers und Erben in Österreich kaum durch Innovation, Erwerb, selbständiges unternehmerisches Risiko und eigenen Arbeits- und Kapitaleinsatz, sondern überwiegend durch jahrzehntelange neo-feudale Rentenversorgung, Ruhegenüsse „Dienstordnungs“-Zusatzpensionen inklusive luxuriöser und bedarfsunabhängiger Hinterbliebenenversorgung in öffentlichen Institutionen und staatsnahen Unternehmen erzeugt.
  • So bezieht etwa ein pensionierter OeNB Bereichsleiter unter der Direktorenebene 330.000€ Rente pro Jahr (das sind bei der heutigen Lebenserwartung mit 27 Pensionsbezugsjahren rund 9 Millionen Euro Lebenspension), während die amtierenden Notenbankchefs in Japan (Haruhiko Kuroda) 171.000€ bzw. der US Federal Reserve (Janet Yellen) 146.523€ Akivbezug haben.
http://www.euro.centre.org/SpBegrG/SpBegrG.pdf

2013-11-08

Soll das zukünftige Pensionssystem auch im Schlechtwetterfall halten?

Blog Arbeit Wirtschaft postulierte kein Problem mit dem Pensionsystem, da die Anzahl der Beschäftigten in der Generation 50+ kontinuierlich zunimmt.

Ich begann darauf hin, entsetzt über dieses zu reduzierte Modell, das völlig falsche Aussagen und Schluss-folgerungen liefert, einen kleinens troll flaming auf Facebook.




Beim Prognosen für die Finanzierbarkeit des zukünftigen Pensionssystems spielt die Alterspyramide, Wirtschaftliche Entwicklung, Zuwanderung von Fachkräften, Lebenserwartung und noch viele weitere bekannte, wie auch unbekannte Faktoren eine sehr große Rolle.
Wenn wir den Verlauf der Erwerbstätigen nach Alter im Zeitraffer vom Jahr 1994 - 2012 ablaufen lassen, dann sehen wir, dass sich die Größte Anzahl an Erwerbstätigen auch immer in der Altersgruppe findet, wo die höchste Bevölkerungsdichte herrscht.
X-Achse sind Altersgruppen, Y-Achse Anzahl der Beschäftigten, links seitlich Jahr
Im Jahr 1994 war die größte Beschäftigungsdichte in der Altersgruppe 25-34 Jahren zu finden.
Im Jahr 2012 war die größte Beschäftigungsdichte in der Altersgruppe 45-54 Jahren zu finden.


Ich stelle folgende essentielle Frage:
Wollen wir ein sicheres Pensionssystemen für zukünftige Generationen, dass auch im worser case noch finanzierbar sein wird, oder wollen wir nur ein Pensionssystem, dass maximal im erwarteten Durchschnittsfall oder Schönwetterfall finanzierbar sein wird? Soll das Pensionssystem finanzierbar sein, wenn die Lebenserwartung überraschenderweise mehr als erwartet steigt?
Ich hoffe weder auf Euthanasie bei Alten noch eine globale Pandemie/Epidemie, sondern ich hoffe, dass alle älteren Menschen möglichst lange und gesund leben. Sollten ältere Menschen doch Pflege benötigen, dann bin ich dafür, dass sie auch menschenwürdige Pflege erhalten. Unter diesen Erwartungen sollte meiner Meinung nach das Pensionssystem auch durchberechnet werden. Meiner Meinung nach sollte ein Pensionssystem dem good case bei Lebenserwartung, dem bad case bei Migration- und Wirtschaftslage auch standhalten und gewährleisten, dass eine minimale soziale Sicherung auch für zukünftige Generationen erhalten werden kann.

Die Pensionsausgaben haben sich 1995 mehr als verdoppelt, die Leistungen bei Arbeitslosigkeit wurden massiv gekürzt, nun sollen auch die Leistungen bei Invalidität gekürzt werden:
Quelle: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/sozialschutz_nach_eu_konzept/sozialausgaben/044088.html


Der Tod ist Teil des Lebens, aber nur 400.000 Leute mehr über 65+ in 12 Jahren erscheint mir doch zu pessimistisch für den Menschen und zu optimistisch für die Finanzierbarkeit des Pensionssystems gegriffen zu sein.
Wir sehen, dass die Anzahl der Pensionsbezieher im Jahr 2011 2.006.136 Leute ausmachte.
Quelle: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/gender-statistik/pensionen/062533.html
Leute, die beide Weltkriege erlebten, gingen in den 70er Jahren später in Pension als wir im Jahr 2013:
Quelle: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/gender-statistik/pensionen/062534.html
Sollten wir auch Geld für Unerwartetes im Budget für Notfälle leicht verfügbar machen können? 

Ist es nicht eher so, dass hoch qualifizierte von hier abwandern und schlechter qualifizierte nach Österreich zuwandern?


Sollte irgendwann einmal eine Steuerreform zur Entlastung des Faktors Arbeit auch drinnen sein?
Das Gender-Pay-Gap schließt sich nur langsam, der Hauptgrund sind hier höhere Steurn auf Arbeit seit dem Jahr 2000

2013-10-27

GÖD und Seniorenrat erwarteten sich zu starke Einsparungen durch ELGA

Ich nehme an, dass dahinter folgender Grund stand: Sicherung der eigenen fürstlichen privilegierten Ruhegenüsse und daher Erwartungen an unrealistische Einsparungen im Gesundheitsbereich. Man kann nicht annehmen, dass in 2-4 Jahren Ö-weit die Gesundheitskosten vom Burgenland durch E-Medikation eingespart werden. Die Kontrolle durch den Rechnungshof hat hier eindeutig versagt.

Ich fasse zusammen:

Langzeitbudgetplan 


Der Langzeitbudgetplan sieht vor, dass mehr Geld aus den Bereichen:
- Familien
- Soziales
- Gesundheit
- Arbeitslosigkeit
in Richtung
- Pensionen
verschoben wird.
Quelle: https://www.bmf.gv.at/budget/das-budget/Langfristige_Budgetprognose_Bericht_der_Bundesreg_2.pdf

Gesundheitskosten sind jetzt nicht so exorbitant teuer:
Quelle: http://www.rezeptblog.at/wp-content/uploads/2013/02/172_10-15a-Vereinbarung-Zielsteuerung-Anhang.pdf

GÖD und Seniorenrat versuchen ELGA mehrmals auf Schiene zu bringen


Zu 5) ELGA - Elektronische Gesundheitsakte endlich auf Schiene

Mag. LUISE GERSTENDORFER
Nach Beschlussfassung durch Nationalrat und Bundesrat und der Verlautbarung im BGBl I 111/2012 vom 14.12.2012 wurde ein vorläufiger Schlussstrich unter die seit Jahren kontroversiell geführte Debatte  zum Thema "Elektronische Gesundheitsakte - ELGA" gezogen.
Mag. Luise Gerstendorfer hat das Thema ELGA in einem informativen Artikel zusammengefasst, der auch im neuen Service-Handbuch für GÖD-Pensionisten abgedruckt sein wird.
Dieser Artikel wurde ebenfalls im Informationsblatt PensPower-aktuell - online Ausgabe  Jänner 2013, auf www.goed.penspower.at  <PUBLIKATIONEN><PensPower-aktuell-Bund> vorab veröffentlicht.

ELGA zu optimistisch kalkuliert - fehlendes Riskmanagement

Quelle: http://www.rezeptblog.at/wp-content/uploads/2012/03/KNA-ELGA-V3.0-20080724.pdf

Negative Alterspyramide und Abnahme der Beschäftigung ab 50 sind Hardfacts

2012 Männer in Beschäftigung nach Alter
35-44 Jahre: 562.800
45-54 Jahre: 599.900
55-64 Jahre: 255.700
davon von 55-59 190.000
    und von 60-64   65.000
2012 Frauen in Beschäftigung nach Alter
35-44 Jahre: 508,600
45-54 Jahre: 542.500
55-64 Jahre: 175.500
davon von 55-59 140.600
    und von 60-64   35.000
2012 gesamt nach Alter
35-44 Jahre: 1.071.400
45-54 Jahre: 1.142.400
55-64 Jahre: 431.300
davon von 55-59 330.900
    und von 60-64 100.400

Ebenso, dass Männer weniger derzeit den Genuß einer besseren Bildung in Anspruch nehmen und schon früher erwerbstätig werden:
2012 Männer in Beschäftigung nach Alter
15-19 Jahre: 103.600
20-24 Jahre: 187.300
2012 Frauen in Beschäftigung nach Alter
15-19 Jahre: 79.100
20-24 Jahre: 171.500

Ab 24 ist das Verhältnis wieder ausgeglichener!

2013-10-26

Pacata non semper servanda sunt


Pacta sunt servanda  (Einmal geschlossene Verträge müssen eingehalten werdenwird häufig als Argument verwendet, wenn der Staat eine einseitige Änderung bei auf Lebenszeit abgeschlossene staatlich rechtsverbindliche Verträgen zu erwirken versucht.
Dennoch gibt es theoretisch Möglichkeiten diesem harten Rechtsgrundsatz zu umgehen.

pacta sunt servanda

und die Verträge werden auch eingehalten. 
Die Betreffenden erhalten vertragsgemäß ihre vertraglich zugesicherte staatliche Sonderpension. 
Der Staat erhebt jedoch eine Sonder-, Pensionssicherungs- oder Solidar-Abgabe auf höhere Pensionen über einer bestimmten Grenze. Dies ist wahrhaftig kein Eingriff in bestehende Verträge, sondern lediglich eine Steuer, die eine demokratisch legitimierte Regierung zwecks Steuerung und Finanzierung der Nachhaltigkeit des Staatshaushaltes einhebt. 

Steuern und Sonderabgaben auf Einkommen oder Pensionen haben nichts mit der Vertragserfüllung der juristisch einwandfreien vereinbarten Verträge zu tun. 
Die Steuer oder Abgabe wird wie bei anderen Steuern und Abgaben einfach gleich bei der Auszahlung eingehoben, damit die vertraglich begünstigten Pensionsbezieher nicht in Verlegenheit von Steuerhinterziehung kommen.

Knebelungsverträge können ausnahmsweise unwirksam sein 

Knebelungsverträge sind solche Verträge, die die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit eines Vertragspartners im Ganzen oder in wesentlichen Teilen so sehr beschränken, dass dieser seine freie Selbstbestimmung verliert. Die Beurteilung, ob ein Knebelungsvertrag im Einzelfall vorliegt, richtet sich allein nach objektiven Gesichtspunkten: Der Knebelnde muss nicht notwendig vorsätzlich gehandelt haben.

Merkmale eines Knebelungsvertrages
  • ungerechtfertigt lange Vertragsdauer
  • Entziehung oder übermäßige Beschränkung der Verfügungsbefugnis
  • starke Eingriffs- und Kontrollrechte des Vertragspartners
  • krasses Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung

Liegt tatsächlich ein Knebelungsvertrag vor, so ist dieser sittenwidrig und damit nichtig. Nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches ist ein solcher Vertrag in der Regel rückabzuwickeln.

Checkliste: Knebelung
  • Liegt eine lange Vertragsdauer vor ?
  • Bestehen nur einseitige Kündigungsrechte ?
  • Gibt es hohe Abnahmeverpflichtungen ?
  • Werden sehr hohe Sicherheiten verlangt ?
  • Bestehen Wettbewerbsbeschränkungen ?
  • Liegen einseitige Eingriffs- und Kontrollrechte vor ?


2013-07-28

Alterspyramide: was tun, wenn ab 2020 die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen?

Es gab eine wilde Diskussion hier:
an der ich mich leider auch beteiligte, wer was wem wegnehmen solle oder wie von wo umverteilt oder zugeschossen und woanders gekürzt werden sollte.
Dieses monetäre Denken ist Gift, denn es geht nicht nur um Geld umzuverteilen, sondern es geht viel mehr und gravierender darum Leistung umzuverteilen. 
Wie können wir Pflege, Betreuung, Altersarbeit in genossenschaftliche Strukturen organisieren und logistisch planen?
Es geht um Leistung für die Gesellschaft und wie wir diese Leistung menschlich, effizient in sich selbst organisierenden Formen sicher stellen und den richtigen Mix aus individuell und kollektivistisch finden.

Links: | Interaktive Statistik Alterspyramide | Präsentation Alterspyramide |
Ich fasse meine Meinung zusammen:
Es ist unrecht, Alte verwahrlosen zu lassen oder gar Euthanasie ähnliche Maßnahmen zu billigen.
Es ist unrecht, noch mehr Schulden auf Kosten der Jungen zu machen.
Es ist unrecht, (realwirtschaftliche) Leistung und Industrie noch höher zu besteuern oder den Wirtschaftsstandort weiter zu schädigen.

Es muss Pflege für Alte geben, die aber finanzierbar ist und die nicht zu Lasten von Arbeit, Wirtschaft, Bildung, Forschung, Innovation und Gesundheit fällt.



2013-06-19

Review: Zukunftsvorsorge NEU

Zitat aus http://www.versicherungsjournal.at/markt-und-politik/zukunftsvorsorge-neue-reform-gefordert-12590.php
"Der Pensionistenverband fordert eine neuerliche Reform. Zentrale Elemente sollen die Abschaffung der Mindestaktienquoten und eine garantierte Mindestverzinsung sein."

Eine garantierte Mindestverzinsung kann bei klassischen Sparzinsen nur in Länder erfolgen, wo (Leitzins - Inflation) > geforderter Mindestverzinsung.

Durch wirtschaftliche Dynamiken ändern sich Risiken und Erträge von einzelnen Investitionsinstrumenten und es gibt keine 100% Garantie bei egal welchem Finanz- oder Investitionsprodukt.

Früher galten Staatsanleihen als sicher und wertbeständig, heute droht einigen Staaten, dass sie ihre Anleihen auf den internationalen Märkten gar nicht anbringen und sie sich im Notfall auf Stützungskäufe der EZB verlassen müssen.

Betongold und Edelmetalle sind einmal prinzipiell trotz Subprime-Market-Krise und letzten Goldeinbruch long term noch immer die sichereste Vorsorge:
http://www.finanzen.net/rohstoffe/goldpreis

Gestreute Aktien von stabilen Unternehmen bringen wenig aber sicheres Wachstum: http://www.finanzen.net/index/DAX/30-Werte

Sparzinsen bei dem niederen Leitzins der FED und der EZB sind als Vorsorge kaum mehr geeignet, allerdings kann auf Banken in anderen Ländern auch veranlagt werden. Australische Banken hatten die letzten 2 Jahre gute Zinskonditionen.

Ich würde als Kunde kein Zukunftsvorsorgeprodukt kaufen, das nur auf Aktien oder Devisen basiert. Ein gemischtes Produkt aus Edelmetall, Aktien, Immobilien und ein par spekulativere Dinge optional ist sicher am nachhaltigsten und am risikoärmsten. Nichts desto trotz gibt es 100% Zinsgarantie  nicht einmal dann, wenn man selbst aus einer Investition Ertrag erwirtschaften versucht!

2013-04-23

Zukunftsvorsorge NEU

Es gibt Neuigkeiten und ein Update, Quelle:
http://www.bmf.gv.at/Steuern/Fachinformation/NeueGesetze/nderungdesEinkommen_13950/_start.htm


Es gibt eines Mindestaktienquote von 15% bis 60% bei unter 50jährigen. 
Es gibt eines Mindestaktienquote von 5% bis 50% bei über 50jährigen.

60% (früher 100%) dieses Akrtienanteils der staatliche geförderten privaten Altersvorsorge-versicherungen müssen an europäischen Börsen gehandelt werden, dies restlichen 40% können irgendwo auch mit anderen Produkten (Derivate, Swaps, Bitcoins, US Kriegsveteranenfond, Gold, Optionen auf Gold, ...) gehandelt werden. (Hier verspricht man sich an größeren Börsen mehr Ertrag und viel höhere Renditen und vorallem weniger Steuern)