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2015-03-26

Wie Kurden der Soros-Maschine die Show stahlen

Euromaidan, Gezi-Park, Taksim-Platz das sind meiner Meinung nach die Proteste, wo die Soros-Maschine angewandt wurde; was alle diese Proteste gemeinsam haben sind folgende Eigenschaften:
  1. Eine möglichst vage Vorstellung der Protestierenden und unklar diffuse schwammige offizielle Ziele.
    Meist wird ein Platz (location) zum Slogan und Symbol der Bewegung!
  2. Eine Unterstützung durch das Ausland und zwar durch kapitalstarke Organisationen
  3. Einseitige Darstellung der Medien
  4. Unterdrückung von Verhandlungslösungen  und Kompromissen
siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Euromaidan#Ausl.C3.A4ndische_Einflussnahme_auf_die_Protestbewegung

Ein anderes Beispiel dafür dürften die Gezi-Park Proteste sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Proteste_in_der_T%C3%BCrkei_2013


Vergleichen  wir hingegen die Proteste der Kurden beim drohenden Fall von Kobanê, dann fällt folgendes auf:
  1. Die Ziele der Kurden war sehr klar formuliert, sie wollten die Stadt Kobanê vor der Zerstörung durch den islamischen Staat retten
  2. Ausländische Kurden wurden durch Herbeirufen ihrer Landsleute #SOSKobane zwar aktiviert, aber das waren normale Bürger (kleine Selbstständige, Ex-Peshmerga, Händler, Arbeiter) 
  3. Westliche Medien stellten sich unüblicher Weise auf die Seite Erdogans, nicht der Protestierenden:
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/kurden-proteste-erdogan-tuerkei-kobani
  4. Es gab Verhandlungen zwischen YPG/PYD und Erdogan, die eher über Internetmedien erfolgten.



Eingangsvorschlag der YPG war:
"Lasst die PKK nach Kobanê"

Vorschlag von Recep Tayyip Erdoğan:
"Ich marschiere in Syrien ein und mache eine Pufferzone in der Nähe der Kurdengebiete"




Konsens und Lösung des Problems:
"Barzani wird seine Peschmerga aus dem Irak über die Türkei nach Kobanê schicken"


2015-03-09

Nicht Draghi, sondern € Regierungen sind meschugge

Da Herr Ortner & Co immer wieder die EZB und Mario Draghi (als einzig Handelnden in Mitten von apathischen Regierungen) hervorheben, gibts hier den obligatorischen Gegenstandpunkt:

Gut, also ich finde Draghi tat nichts wirklich schlimmes, denn nicht nur die USA haben Q&E LTRO und Steigerung der Geldmengen betrieben, auch die Schweiz tat dies:

SNB CHF M1:
http://www.tradingeconomics.com/embed/?s=switzerlanmonsupm1&d1=20040101&d2=20151231
SNB Balance Sheet:
http://www.tradingeconomics.com/embed/?s=switzerlancenbanbals&d1=20050101&d2=20151231

Das viel schlimmere Verbrechen liegt meiner Meinung nach nicht bei Draghi, sondern bei den Regierungen, die mitten während der Finanzkrise 2.0 die Steuern und Abgaben deutlich anhoben.
Wenn in der Krise die Realwirtschaft eh bereits geschwächt ist und strauchelt, da ist es doch Irrsinn die Steuern und Abgaben auf die eh gerade leditierte Realwirtschaft noch zu erhöhen, oder?
Einkommensteuer €uroArea vs US http://goo.gl/VaytXC 
Die €-Zone senkte nur die Steuer für Unternehmen [ http://goo.gl/fzbdTw ], aber erhöhte sowohl Einkommensteuer [ http://goo.gl/VaytXC ] als auch Mehrwertsteuer [ http://goo.gl/oPWcHN ] dafür gewaltig! Weiters muss man bedenken, dass trotz der Einführung von Obama Care die Sozialversicherungsabgabe in den USA sehr niedrig ist, siehe:
http://www.tradingeconomics.com/united-states/social-security-rate
Mehrwertsteuer (sales tax rate) http://goo.gl/oPWcHN

Was also taten die Regierungen der €uro-Zone?

Sie haben den Leuten in Arbeit vom Einkommen ordentlich mehr weggenommen und sie haben die Preise für Produkte durch höhere Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer verteuert und damit den ganzen Binnenkonsum innerhalb von Europa in der Krise abgewürgt.
Die Leistungsbilanz der €-Zone war die ganze Zeit während der Krise kein Problem, denn die Bilanz aller Exporte aus €-Raum zusammen (Waren & Dienstleistungen) nach außen fast durchgehend positiv.
Leistungsbilanz (current account): http://goo.gl/OPIktZ

2015-01-18

Offener Brief von Julian Tumasewitsch bzgl. des Interviews mit Joost Hillermann unter dem Titel "Wo Deutschlands Waffen wirklich landen"

Offener Brief an +Andreas Thenhaus​ und den +WDR.de​ bzgl. des Interviews mit Joost Hillermann unter dem Titel "Wo Deutschlands Waffen wirklich landen" für die Sendung Monitor (http://www1.wdr.de/daserste/monitor/extras/interviewhiltermann100.html)

Origninalquelle von Julian Tumasewitsch auf Google+
  https://plus.google.com/103295069727068177816/posts/iDfSusV2HAa

Sehr geehrter Herr Thenhaus,
Sehr geehrtes WDR-Team,

am 15.01.2015 veröffentlichten sie auf ihrer Homepages ein Interview mit Joost Hillermann von der International Crisis Group.
Ihr Interviewpartner kritisiert darin die deutschen Waffenlieferungen an die Peshmerga-Armee der kurdischen Autonomieregion im Nordirak (Südkurdistan) scharf. Seine Kritik baut er auf nachstehenden Thesen auf, die bei genauerer Betrachtung mehr den Charakter von Hypothesen besitzen.

  1. Es könnte nach einem etwaigen Sieg über den gemeinsamen Feind IS zu einem Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen kurdischen Parteien kommen, denen jew. verschieden Peshmerga-Bataillone unterstehen.
  2. Die Waffen könnten gegen die Zentralregierung in Bagdad gerichtet werden.
  3. Die Kurden könnten versuchen Gebiete außerhalb ihrer Autonomie, in denen lt. Herrn Hillermann verfeindete Völker lebten, zu annektieren.


Darauf möchte ich wie folgt antworten:

zu 1.) Wenn es die Absicht einer der kurdischen Parteien wäre, einen Krieg um die Vorherrschaft zu entfesseln, dann hätte sie das vor Erstarken des IS längst tun können. Die Peshmerga blicken streng genommen auf eine 135 jährige Tradition zurück.
In ihrer heutigen Beschaffenheit existieren sie seit 2007. Um gegeneinander zu kämpfen, hätte die Bewaffnung vor der internationalen Unterstützung bereits ausgereicht. Des Weiteren wurden im August 2014 Reformen auf den Weg gebracht, die Truppen unter einheitliches Kommando zu stellen, deren endgültige Umsetzung dem Planspiel Hillermanns die Grundlage nehmen würde.
Dieses Argument ist eine Hypothese, deren Wahrscheinlichkeit gegen Null strebt.

zu 2.) Das militärische Gerät, das an die kurdischen Peshmerga geliefert wird, sind Milan-Panzerabwehrraketen, Standardgewehre wie das G36, Handgranaten sowie andere Defensivgerätschaften wie kugelsichere Westen oder Nachtsichtgeräte. Einen Angriffskrieg gegen eine Armee, die wie die irakische über eine eigene Luftwaffe sowie moderne T-72-Kampfpanzer verfügt, ist damit nicht möglich.
Ganz davon abgesehen ist das weitaus größere Problem der Zentralregierung in Bagdad der Kampf zwischen der vom Iran unterstützt und bewaffneten, aktuell schiitischen Regierung gegen die von den Golfstaaten, also indirekt auch aus Deutschland, unterstüzt und bewaffnete sunnitische Opposition. Die These von einem Angriff der Kurden aus dem Norden ist, entschuldigen Sie bitte die Wortwahl, Nonsens!
Auch dieses Argument ist eine Hypothese, deren Wahrscheinlichkeit gegen Null strebt.

zu 3.) Hillermann unterstellt eine Feindschaft zwischen den irakischen Kurden und z.B. den Einwohnern der an die kurdische Autonomieregion angrenzenden Stadt Mossul. Interessant, dass ausgerechnet aus Mossul und Umland zehntausende assyrisch-aramäische Christen und schiitische Turkmenen vor dem IS in die kurdische Autonomieregion geflüchtet sind, und die dortigen Strukturen als sicherer und stabiler als im Rest des Iraks erachten.
Dieses Argument nun ist eine regelrechte Unterstellung.


Allgemein möchte ich hinzufügen

Irak und Syrien sind künstliche entlang von Kolonialgrenzen entstandene Gebilde, in denen Regime immer wieder haarsträubende Menschenrechtsverletzungen begangen haben, und die Kurden sind ein 40 Millionen Volk, das dringend einen eigenen Staat verdient hat.
Wie kann man dann sonst ein unabhängiges Kosovo (2 Mio Einwohner) oder gar Montenegro (600.000 Einwohner) rechtfertigen?
Das Sykes-Picot Abkommen, auf dessen Beschlüssen, die Grenzen der Staaten Irak und Syrien gezogen wurden, hatte nun beinahe neun Jahrzehnte Bewährungschance. Durch Massaker wie in Halabdscha und ständig wechselnde Diktatoren, muss man endlich erkennen, dass diese Grenzziehung ausgedient hat.
Die Waffenlieferungen an die Peshmerga haben zur Befreiung des Sindschar-Gebirges beigetragen und einen Völkermord an den Yezidin dort mitverhindert. Das erwähnt der Interviewpartner nicht, und äußert stattdessen Bedenken gegenüber angeblichen Menschenrechtsverletzungen seitens der Peshmerga an IS-Kämpfern, also ausgerechnet denjenigen, die diesen Genozid ausführen wollten.
Das und einige wage begründete hypothetische Voraussagen und Unterstellungen sind seine einzigen Argumente.
Darüber hinaus sind seine Ausführungen aus politikwissenschaftlich-analytischer sowie militärischer Sicht mehr als fragwürdig bis falsch.

Ich verbleibe mit der Bitte um Zurkenntnisnahme dieser Gegendarstellung und mit freundlichen Grüßen,

Julian Tumasewitsch W.

2015-01-16

Die ältesten Kirchen

Die ältesten Kirchen und Zeugnisse des frühsten Christentums befinden sich fast ausschließlich im Orient.

Hagia Irene ~ Istanbul ~ Türkei
http://de.wikipedia.org/wiki/Hagia_Irene


Assyrisch christliche Kirche  ~ Arbil ~ Autonome Region Kurdistan
http://de.wikipedia.org/wiki/Ankawa


Katharinen Kloster ~ Sinai ~ Ägypten
http://de.wikipedia.org/wiki/Katharinenkloster_%28Sinai%29


Sowohl die autonome Region Kurdistan, als auch der Sinai könnten potentiell vom IS bedroht werden. Wie schon oft sind diesmal auch wieder fast ausschließlich Muslime bereit, diese Kulturdenkmäler der Christen vor Zerstörung zu schützen.

Wie ich auf die Kurden kam

August 2014

Der grüne Europaabgeordnete Michel Reimon besuchte den Irak und berichtete über die Situation vor Ort:
http://www.gruene.at/themen/europa/michel-reimon-war-im-irak-europa-darf-nicht-einfach-wegsehen


Ich beginne mich näher mit den Kurden zu befassen.


Anfang September 2014

Ursula von der Leyen unterstützt die Peschmerga mit deutschen Waffen
http://rudaw.net/turkish/kurdistan/1101201514




Ende September 2014

Jeder rechnet mit der Eroberung von Kobanê durch den IS
https://twitter.com/michelreimon/status/514895568481841153



Oktober 2014

Die Lage in Kobanê wird von Tag zu Tag verzweifelter und den YPG Kämpfern und YPJ Kämpferinnen geht die Munition aus. Nachdem mehrfach Aktivisten über twitter airdrop forderten, geschieht ein kleines Wunder.



November 2014

Nach längeren Verhandlungen zwischen Erdogan und Kurden, stimmt Erdogan zu Peschmerga Kämpfer mit ihren schweren deutschen Waffen durch die Türkei nach Kobanê durch zu lassen
http://www.dw.de/peschmerga-k%C3%A4mpfer-f%C3%BCr-kobane-jetzt-in-der-t%C3%BCrkei/a-18026727

weitere Infos auch unter blog posting:
Wie Kurden der Soros-Maschine die Show stahlen


Veränderungen in Syrien seit März 2014 (Quelle: Thomas van Linge)

2014-12-07

Grundrententheorie und Ölpreis

Grundrententheorie, Neoklassik und Adam Smith stützen sich bezüglich Marktpreis auf folgende elementare Theorie:
Der Landwirt mit dem schlechtesten Boden und dem geringsten Ertrag und dem weitesten Transportweg bestimmt den (im Vergleich zu allen anderen Marktanbietern höchsten) Marktpreis bei dem er zumindest gerade noch rentabel wirtschaften kann
Natürlich werden hier Budgetrestriktionen (Kaufkraft bezog erst Keynes ein), persönliche Präferenzen. soziale Beziehungen, pacta quid sunt servanda, Angebot und Nachfrage ignoriert, sowie auch mögliche bösartige Konkurrenten, die reichere Ernte auf besseren Böden im Eigentum mit viel geringeren Kosten anbieten können und andere aus dem Markt drängen wollen.
Dennoch ging die bisherige Markttheorie davon aus, dass wenn Unternehmer andere aus dem Markt durch offensivere Preisgestaltung aufgrund ihrer Möglichkeiten (vorhandener strategischer Vorteile) zu drängen versuchen, dass diese nach dem Prinzip der maximalen Rentabilität long term oder aus Machtstreben Richtung Monopol oder Kartell heraus handeln.

Die Anti-These der Neoklassik wäre, dass ein Landwirt oder ein Kartell der besten Landwirte mit den besten und größten Böden, der geringsten Pacht (weil Eigentum), kürzesten Transportwegen den offensivsten Preis festlegt um alle anderen aus dem Markt zu drängen.


Bei der Ölpreis Gestaltung kommt mir das im Moment so vor, denn Saudi-Arabien bestimmt im Moment relativ offensiv die Preise und das trotz folgender Tatsachen.
http://www.offshoreenergytoday.com/rystad-energy-offshore-still-in-the-race/
http://snbchf.com/global-macro/shale-oil-oil-sands/


Vertraut man den Preisgestaltungsmechanismen von balanced Futures, Optionen und Terminbörsen, dann wird sich der Ölpreis bei 65 US$/Barrel einpendeln: http://www.bloomberg.com/energy/
http://www.barchart.com/commodityfutures/Crude_Oil_Futures/CL?search=CL*
http://www.cmegroup.com/trading/energy/crude-oil/light-sweet-crude.html


Es gibt noch andere mehr oder weniger seriöse Quellen:
http://www.report.at/component/easyblog/entry/202048-%C3%B6l-%E2%80%93-eine-komplexe-preisbildung?Itemid=671
https://krautreporter.de/190--break-even-der-unbekannte-olpreis

Update:

Sowohl Russland als auch die USA fördern in etwa jeweils 1/8 des weltweiten Gesamtmenge an Erdöl jährlich. Bei Rohstoffen haben damit beide ein Monopol und können den Preis, wenn gewollt nach unten trieben. Russland vereinbarte aber mit den meisten seiner Abnehmer Fixpreislieferverträge und spielte das Game an den Spotmarkets nur bedingt mit:
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l/Tabellen_und_Grafiken#F.C3.B6rderung

Weitere Graphiken

http://de.wikipedia.org/wiki/Globales_%C3%96lf%C3%B6rdermaximum