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2013-05-12

Plus500 xhttp trace

Inzwischen habe ich mit wenig Kapital mich mit Plus500 vertraut gemacht und es ist doch relativ eingeschränkt.

Gibt es ein Handelsinterface, wo man auch eigene teilautomatisierte Programme leicht zum Handeln einbinden kann?

Ich hätte mich für den Anfang mit so simplen Dingen, wie switch long auf short, vice versa und exponentielle Erwartung 2^x bei seitwärts tendierenden Kursen gespielt.

Ich könnte natürlich die Async xhttp requests von plus500 automatisieren. Das ist aber mir doch eher zu mühsam, wenn es was anprogrammierbares ohne Hacking gibt!
Plus500 xhttp trace

2013-05-07

Österreich soll im europäischen Kampf gegen Arbeitslosigkeit "Lokomotive" sein

Werner Faymann sagte: "Österreich soll im europäischen Kampf gegen Arbeitslosigkeit "Lokomotive" sein"

Ich habe hier die Arbeitslosenzahlen von Statistik Austria für 2012:
https://www.statistik.at/web_de/statistiken/arbeitsmarkt/arbeitslose_arbeitssuchende/063259.html

189.100 Arbeitslose
260.600 Vorgemerkt beim AMS
======
449.700 in Summe


Und hier habe ich die Arbeitslosen Zahlen für 2012 von €urostat:
146.000 Arbeitslose in Österreich
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-19042013-BP/EN/3-19042013-BP-EN.PDF

144.000 Persons available to work but not seeking
146.000 Persons aged 15 to 74 working part time, wishing and being available to work more hours

Ich habe folgenden Verdacht brutal gesagt:
Statistik Austria schönt die Zahlen und dann schönt €urostat nocheinmal die Zahlen nach!

Man kann leicht eine Lokomotive sein, wenn man nur 42% der Arbeitslosen offiziell an €uro-Stat weiterleitet. In Wirklichkeit haben wir mit den AMS Vorgemerkten 2,4x soviel Arbeitslose, wie offiziell angegeben.

P.S.: Ich habe diese Diskrepanz auch einmal schon bei der Statistik Austria angemerkt mit dem Hinweis, dass die SteuerzahlerIn nicht für unseriöse BlahBlah Statistiken ihre Steuern zahlen will:
Ich weiß, wir müssen die Märkte beruhigen und alle gut darstehen, aber wie sollen exzellente Volkswirtschaftswissenschaftler, wie z.B. Niko Kowall von Sektion8 seriös arbeiten können, wenn Ihnen niemand seriöse kreuzverifizierte Statistiken aufberteitet? <...>"

Prime rates

I think the basic rules for setting the prime rates excercised by http://en.wikipedia.org/wiki/Alan_Greenspan or described in http://en.wikipedia.org/wiki/Taylor_Rule do not work as they worked in past, cause of a globalized financial market, that exists since end of http://en.wikipedia.org/wiki/Bretton_Woods_system and the beginning of http://en.wikipedia.org/wiki/Floating_exchange_rate

Surley Mr. Mario Draghi had to do this, he had no other options, when looking at great public and private debts in southern €urope.
http://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2013/html/sp130506.en.html

In the past, money savers and banks would offer cheap credits to real economy, but today money savers and banks would invest their wealth outside of €uropa, cause of higher interest rates.
Maybe this will create the next bubble or the next crisis of credit.
Here's an example: Banks and companies in nothern europe get cheap credit. Instead of investing this cheap credit in real economy, we could invest it on Australian banks with an interest rate of 4.5%. So we get a credit with 0.5% to 2.0% and in Australia we get interest rates from 3.0% to 4.5%. This is a great deal, isn't it? And further more our invested wealth will become automatically greater, cause of the negative account balance, that let the € devalue against AUS$. So you can become a little bit more richer, when investing in some swaps too.
We have a complete crisis of capitalism, cause you can implement an algorithm how to make more money with money by only looking at bank stability, prime rates and inflation rate.
http://images.brd-schwindel.org/archiv/geldmenge_m2.jpg

Daniel Tarullo on Regulatory Reforms and Financial Stability

Daniel K. Tarullo, Federal Reserve Board:
Evaluating Progress in Regulatory Reforms to Promote Financial Stability
http://www.piie.com/events/event_detail.cfm?EventID=281


Q and A with Daniel Tarullo on Regulatory Reforms and Financial Stability

2013-05-03

EZB senkt Leitzins um 0,25% Punkte auf 0,5%

Die Hysterie viele Poster in Foren diverser Onlinezeitungen war heute.aufgrund der Leitzinssenkung der EZB um 0,25% Punkte auf nun 0,5% erschreckend. Natürlich wirken Zinsen unterhalb der Inflationsrate entwertend, aber ein Leitzins von 15% wie in Ghana ist auch nicht besser, wenn die jährliche Inflationsrate bei 20% liegt. Dass die Schweiz, Japan, USA alle niedrigere Leitzinsen haben und Großbritannien ebenfalls seit einiger Zeit seinen Leitzins auf 0,5% gesenkt hat, wird dabei übersehen.
Quellen: http://www.leitzinsen.info/welt.htm
http://www.tradingeconomics.com/country-list/interest-rate

Manche Sparer überlegen Kapital auf Sparbüchern von australischen Banken anzulegen, da der Leitzins der australischen Notenbank bei 3,0% liegt und sogar noch leicht höhere Guthabenzinsen auf sichere Spareinlagen gegeben werden!
Aufgrund des flexiblen Wechselkurssystems nach Ende des Bretton Woods wird das Verhältnis von Währungen zueinander durch die Devisenflüsse im Interbankensystem (hier gingen sogar theoretisch auch Geldkoffer, weil es sich um Banknoten unterschiedlicher Währungen handelt) bestimmt. Legen viele Sparer ihr Geld nun in Ausralien an, dann hätte das den gleichen Effekt, wie eine negative Leistungsbilanz der €urozone mit Australien. (Im einen Fall handelt es sich allerdings um reine Kapitaltranfers, bei der Handelsbilanz gibt es auch Warenströme)
Daran sehen wir, dass die alte Greenspan Strategie den Leitzins der realwirtschaftlichen Konjunktur anzupassen (im Hoch hohe Spar- und Kreditzinsen um Inflation zu vermeiden und im Tief durch günstige Kredite die Wirtschaft ankurbeln und Geld von Sparbüchern in Aktien verschieben, bzw. Geld antizyklisch in Unternehmen investieren) in einer globalisierten Welt nicht mehr funktionieren kann. Unabhängig von Konjunkturhochs und -tiefs kann ich mein Geld immer in Sekundenbruchteilen dorthin verschieben, wo das Verhältnis Leitzins/Inflation am höchsten ist. Zusätzlich wird das Wechselkursverhältnis zugunsten der Währung in die transferiert wurde zu der Währung aus der Geld abgezogen wurde aufgrund der flexiblen Wechselkurse minimalst verändert.

P.S.: Es sollte sich jeder einmal selbst fragen:
Ist es möglich, dass der Realzins (Leitzins – Inflation) höher als das Wirtschaftswachstum in einem Währungsraum angesetzt wird?
Wenn ja, wie ohne Blasenbildung und Investitionen in andere Wirtschaftsräume?


P.P.S.: Eine Anmerkung noch zu "Leitzins: Inflation frisst längst die Guthaben der Sparer auf":

F: Wie lange dauert es, bis die Hälfte meines Vermögens vom niederen Leitzins weggefressen wurde?
Inflation Österreich: 2,4%
EZB € Leitzins: 0,5%


Negative Realzinsen: 0,5% - 2,4% = -1,9%
Negativer Zinseszinsfaktor: (100% -1,9%)
x=(98,1%)x = (0,981)x
V * (0,981)x = ½V
(0,981)x = 0,5
x * ln(0,981) = ln(0,5)
x = ln(0,5)/ ln(0,981)
x = 36,133748929202707769755676369974


A: In 36 Jahren, 1 Monat, 17 Tagen, 19 Stunden 38 Minuten 26,231 Sekunden ist bei einem Leitzins von 0,5% und einer jährlichen Inflation von 2,4% jedes Vermögen nur noch die Hälfte wert.

2013-04-28

Österreich: negative Target-2 Bilanz => trotz Exportüberschüsse und Leistungsbilanzplus

Wie viel Geld wird mit Inter-Banküberweisung über Target-2 in der €-Zone getätigt und wie viel wird an Banknoten mit der Postkutsche transportiert?  

These: Target2 misst die Spannungen (=Unausgeglichenheit) der Leistungsbilanz + Zahlungsbilanz - Bankennotenmigration

Laut dieser letzten "Target-Blance of the €urozone" hat Österreich mehr Verbindlichkeiten als Forderungen an das Target-II System der EZB:
Quelle: http://goo.gl/yhaVGe

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=pDATVF7tTFY

Österreich erziehlt aber regelmässig realwirtschaftliche Exportüberschüsse in seiner Außenhandelsbilanz:
Quelle:http://blog.arbeit-wirtschaft.at/warum-osterreichs-leistungsbilanzuberschuss-problematisch-ist/
In der Außenhandelsleistungsbilanz werden aber nicht die reinen Kapitalmarkt Cash-Flows einbezogen. Ich nahm als Ursache der negativen Target-2 Bilanz zunächst folgende Möglichkeiten an:
  •  Kapitalverkehr in den Kapitalmärkten in Form von staatlichen oder private Kredite, die ans Ausland zurückgezahlt werden müssen, wobei wir unserer Verbindlichkeiten trotz unserer guten Exportleistung dem Ausland noch schulden
  • Kapitalverkehr in den Kapitalmärkten in Form von privater Kapitalflucht aus dem Inland, die so hoch war, dass sie unsere gute Außenhandelsbilanz nicht vollständig kompensieren konnte
  • Ein Problem mit nicht getätigten Zahlungen bei Importgütern 
  • Bankenbeteiligung im €-Raum, die da hineinspielen
  • Österreichische Nationalbank lieh sich selbst auch die virtuelle Druckerpresse und druckte damit Target-2 Schuldscheine (als Zahlung für Importe)
Dann las ich eine Studie der österreichischen Nationalbank, die für mich etwas mehr Sinn ergab. Die OeNB sieht in zwei Studien Gründe für die Target-2 Verbindlichkeiten, und begründet es wie folgt:
Kurzfassung: Nach Österreich kommen viele Touristen (auch Tanktouristen) und es ist auch ein LKW-Transitland. Viele heben in Cash in ihrem Heimatland ab und zahlen dann in Österreich beim Tanken (da Benzin hier billiger als in D oder I) oder für Tourismusdienstleistungen. Dieses Geld kommt dann teilweise nur auf österreichische Banken, vieles bleibt aber davon im Umlauf. Wenn der Österreichischer VW Händler aber Autos bestellt, dann fährt er nicht mit dem Geldkoffer nach Wolfsburg, sondern überweist es per Banküberweisung. Das alleine würde die Target-2 Ungleichgewichte von Österreich noch nicht vollständig, aber großteils erklären.

Studie 1 besagt: Leistungsbilanzsaldo != (ungleich) Target-2 Saldo
http://www.bmf.gv.at/finanzministerium/veranstaltungenforu_4524/targetsaldenimeuroz_13783/targetsalden_im_euro-zahlungsverkehr_-_reales_risiko_oder_virtuelle_verbindlichkeit.pdf


Zitate aus Studie 2: http://www.oenb.at/de/img/gewi_2012_q4_analyse2_tcm14-253082.pdf
Insgesamt zeigt die Betrachtung der Migration von Zentralbankgeld aus und nach Österreich, dass systematisch netto Bargeld nach Österreich fließt, während netto unbares Zentralbankgeld über TARGET2 Österreich verlässt.
Zusammenhang zwischen Banknotenmigration und TARGET2 
Die Gegenüberstellung der Salden aus TARGET2 und Banknotenumlaufanpassung zeigt eine auffallend parallele Entwicklung (Grafik 5). In Perioden, in denen Bargeld zufließt, kommt es tendenziell zu einem Abfluss von unbarem Zentralbankgeld über TARGET2 und umgekehrt (Grafik 6). Dies müsste nicht notwendigerweise der Fall sein. Der Zu- und Abfluss von Banknoten wird durch Zahlungsgewohnheiten und andere Charakteristika des baren Zahlungsverkehrs bestimmt.
TARGET2-Übertragungen resultieren ebenfalls aus einer Vielfalt an Transaktionen und Motivationen. Übertragungen in TARGET2 und Transaktionen in Bargeld sind daher im Prinzip unabhängig voneinander, und in anderen Ländern des Euroraums lässt sich derzeit auch keine hohe Korrelation zwischen TARGET2-Saldo und Banknotenumlaufanpassung beobachten (siehe Kasten 1). Strömt jedoch relativ zur Wirtschaftsleistung viel Bargeld in ein Land, wie dies in Österreich nachweislich der Fall ist, so muss zumindest zum Teil ein Ausgleich über TARGET2-Abflüsse stattfinden. Das Argument ist folgendes: Die Bank, die die Banknoten bei der OeNB einliefert, erhält den Betrag auf ihrem Konto bei der OeNB gutgeschrieben. Nun benötigen die Banken aber nur eine relativ geringe Summe an Zentralbankguthaben. Banken orientieren die Höhe ihre Zentralbankguthaben vor allem daran, wie viel Mindestreserve-Guthaben sie im Durchschnitt über den Verlauf der Mindestreserve-Periode bei der nationalen Zentralbank halten müssen.

Die Banken haben grundsätzlich kein Interesse, über das Mindestreserve-Soll hinaus Guthaben zu halten, da diese unter dem Marktzinsniveau verzinst werden. Eine Unterschreitung des Mindestreserve-Solls hingegen führt zu Strafzinsen. Im Durchschnitt der Mindestreserve-Periode wird daher jede Bank versuchen, das Mindestreserve-Soll möglichst punktgenau zu erreichen und überschüssige Guthaben rasch abzubauen.
Die Mindestreserve-Pflicht aller österreichischen Banken betrug im letzten Vorkrisenjahr 2006 im Durchschnitt 5,0 Mrd EUR. In den vier Jahren vor Beginn der aktuellen Krise (2003 bis 2006) wurden jedes Jahr im Durchschnitt netto rund 5 Mrd EUR Banknoten nach Österreich gebracht. Würden die österreichischen Banken die Banknoten einzahlen und ihre Guthaben während eines Jahres anwachsen lassen, so verfügten sie am Jahresende über doppelt so hohe Reserven wie benötigt und erwünscht. Die Banken werden daher versuchen, die Guthaben abzubauen. Eine Möglichkeit ist der Erwerb von Wertpapieren oder die Vergabe von Krediten innerhalb Österreichs. Dabei findet jedoch nur ein Transfer von Zentralbankguthaben zwischen österreichischen Banken statt.
In Summe bleiben die Überschussreserven bei der OeNB bestehen. Im Aggregat betrachtet verbleiben daher nur zwei Möglichkeiten, wie sich das österreichische Bankensystem der
ungewollten Zentralbankguthaben entledigen kann: durch die Rückzahlung von Refinanzierungsgeschäften bei der OeNB oder durch den Transfer ins Ausland (z.B. zum Erwerb von Wertpapieren oder zur Rückzahlung von Krediten). Der ersten Möglichkeit sind Grenzen gesetzt. Österreichische Banken schuldeten der OeNB zwischen 2003 und 2007 im Durchschnitt 8,9 Mrd EUR. Selbst wenn die Banken, die das Bargeld einliefern, und die Banken, die sich bei der OeNB refinanzieren, dieselben wären, was nicht der Fall sein muss, wären nach zwei Jahren alle Verbindlichkeiten bei der OeNB zurückgezahlt. Weitere Zuflüsse würden dann wieder die Guthaben über das Mindestreserve-Soll ansteigen lassen. Damit bleibt auf Dauer nur die zweite Möglichkeit: der Transfer ins Ausland.
Der Erwerb von Wertpapieren oder die Rückzahlung von Krediten im Ausland erfolgt aber über TARGET2. Der Abfluss von Zentralbankgeld über TARGET2 führt wiederum zu einer steigenden Verbindlichkeit der OeNB in TARGET2.
Dieser Zusammenhang kann erklären, warum der TARGET2-Saldo und die Banknotenumlaufanpassung sich zumindest mittelfristig, auf ein bis zwei Jahre gesehen, parallel entwickeln bzw. entwickeln müssen.
Die Erklärung der Entwicklung der Verbindlichkeiten der OeNB in TARGET2 erfordert daher ein Verständnis der Ursachen des Bargeldzulusses nach Österreich.


Links zu Target2:
http://soffisticated.wordpress.com/2013/04/25/target-nachlese
http://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/targetar2012en.pdf
http://saldenmechanik.wordpress.com/2013/04/27/target2-und-die-zahlungsbilanz
http://ftalphaville.ft.com/2012/06/27/1062271/that-target2-presentation/
http://www.robertmwuner.de/materialien_euro_literatur_target2.htmlhttps://docs.google.com/file/d/0B_K59_l6emspS0hCZldYWS1jdTg/edit?usp=sharing