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2019-03-10

Kommentar zu ORF-Artikel: Breite Front gegen IV-Vorstoß

Zitat:
IV-Präsident Georg Kapsch hatte vorgeschlagen, das Modell der nunmehrigen Karfreitag-Regelung praktisch auf alle in Österreich geltenden Feiertage umzulegen: Man solle doch sämtliche Feiertage abschaffen – und diese in persönlichen Urlaubsanspruch umwandeln, so Kapschs Vorstoß. 
Quelle: ORF https://orf.at/stories/3114579/

Ich konnte dieses konkrete Statement bisher weder auf https://twitter.com/iv_news noch unter iv.at, verifizieren.´(nähere Details, siehe: http://goo.gl/SycZxG)
Somit sehe ich die ORF Meldung prinzipiell als unbestätigt. (not acknowledged)
Aber falls der vom Staatsfunk veröffentlichte Artikel korrekt, inhaltlich richtlig ist (und wahrheitsgemäß den Tatsachen entspricht), dann habe ich zum Feiertagsthema folgende Meinung:

Analyse von mehreren Standpunkten (Hut aufsetzen, abgewandelt von de Bono)

  1. Ich setze mir den traditionell-kulturellen Volksempfinden Hut auf. Von den staatlichen Feiertagen ist der Nationalfeiertag am 26. Oktober unantastbar. Von den kirchlichen Feiertagen sind Weihnachten und Christtag (24. & 25 Dez.)., heilige 3. Könige (6. Jänner), Ostern (Ostermontag), Allerheiligen (1. November) nicht ohne extremen Unmut seitens der indigen Bevölkerung (und auch der heiligen katholischen Kirche) abschaffbar.
  2. Ich setze mir den Bundesheer (Landesverteidigungs-) Hut auf und bestehe auf den Nationalfeiertag am 26. Oktober, da traditionell die Leistungsschau des Bundesheeres am Heldenplatz stattfindet und auch am 26.10. stets neue Rekruten angelobt werden.
  3. Ich setze mir jetzt einmal den WKO (Wirtschaftskammer-) Hut auf und analysiere, welche Feiertage welchen Umsatz in welchen Branchen generieren.
    Weihnachten (Geschenke aller Art) und Ostern (Schokohasen, Eier, etc. Lebensmittelwirtschaft!) sind aus wirtschaftlichen Gründen komplett unantastbar.
    Silvester und Neujahr generieren wahrscheinlich angenehm hohe Umsätze in der Gastronomie und Freizeitwirtschaft und die entsprechenden Fachgruppenobmänner/-obfrauen würden heftigst gegen eine Abschaffung protestieren.
    Auch die Spezialregelung beim 8. Dezember (Maria unbefleckte Empfängnis) für Weihnachtseinkäufe wird sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht revidieren lassen.
  4. Ich setze mir den Oppositions-SPÖ Hut jetzt auf und sehe eine Mobilisierungswelle der Sozialdemokratie von gewaltigem Ausmaß, sollte es die blau-schwarze Regierung es auch nur ansatzweise erwägen den sozialistischen Tag der Arbeit am 1. Mai abzuschaffen.
  5. Ganz schnell den Sport-Hut rauf: Das traditionelle Dreikönigsspringen (großes Finale) der 4. Schanzentournee in Bischofshofen macht 3. König unantastbar.
Zusammenfassung aller Hüte:
Neujahr (1.1.), heilige 3 Könige (6.1.), Ostern (Ostermontag), Tag der Arbeit (1.5.), Nationalfeiertag (26.10,), Allerheiligen (1.11.), Maria unbefleckte Empfängnis (8.12.), Weihnachten (24.12.), Christtag (25.12.), Silvester (31.12.) sind nach der kurzen Hut-Analyse unantastbar.

Welche Feiertage bleiben nun übrig?

Es bleiben 6. rein katholisch christliche Feiertage nun übrig, nämlich: 
Christi Himmelfahrt (Donnerstag), Pfingsten (Montag), Fronleichnam (Donnerstag), Maria Himmelfahrt (24.8.), Stefanietag (26.12.).
Von mir aus könnte man alle diese Feiertage streichen und Christi-Himmelfahrt und Fronleichnam einfach auf den davor kommenden oder darauf folgenden Sonntag verlegen und in der Sonntagsmesse das entsprechende Evangelium lesen, bzw. die Fronleichnamsprozession durchführen.

Die ersten 3 Feiertage (2x Donnerstage, 1 Pfingstmontag) gehören im Kirchenjahr alle als Folge zu Ostern. (zuerst ist Jesus auferstanden, dann in den Himmel aufgefahren, dann kam der heilige Geist und die Apostel konnten in allen Sprachen sprechen [Babel tower reversed], Fronleichnam kann eh keiner vernünftig erklären, da wird der Leib Christi (die Hostie) in einer Monstranz unter einem Himmel in einer Proozession aus der Kirche hinaus getragen , es gibt eine Feldmesse und sinngemäß geht es darum, dass Jesus Christus wirklich durch die Eucharistie in Brot und Wein drinnen ist, oder so ähnlich) Die katholische Kirche wird hier mindestens auf 2 unbedingt und sehr beharrlich bestehen, wie ich die Situation einschätze.Maria Himmelfahrt und Stefanietag haben weder im katholischen Kontext, noch im traditionellen Brauchtaum tiefere wichtige Bedeutung, am Stefanietag wollen die Leute angegessen von Weihnachten mit Bauchschmerzen vielleicht noch nicht ganz so gerne arbeiten gehen und chillen den Weihnachtsstress an diesem Tag gerne aus.

Wer kann Feiertagsänderungen gesetzlich durchführen?


Ich vermute mal die Bundesregierung / das Parlament mit einfacher Mehrheit, aber das müsste ich mir näher ansehen und dazu bin ich heute zu müde.


Gute Nacht.

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