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2017-01-24

Antwort auf "Nazis weglabern"

Das ist eine Antwort auf den Artikel im Spiegel "Nazis weglabern"

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/geisteswissenschaften-gegen-rechte-gedanken-kolumne-a-1131412.html

Das Problem an den heutigen Linken ist, dass sie jedes moralische und ethische Maß und Kompass absolut verloren.

Ich schweife etwas ab um dies zu zeigen:

War zum Beispiel ein Jean Paul Satre ein ziemlich linker (Ex-Kommunist), so agierte er in seinen späteren Jahren als Weltgewissen und appellierte stets gegen alle Art von Kriegen mit all seiner Kraft und seinen medialen Beziehungen. Etwas was ich bei fast allen (zumindest prominenten) Linken derzeit sehr vermisse.
Als Jean Paul Satre 1974 Andreas Baader besuchte meinte er nachher: "Er ist ein Arschloch!".
Auch diese eindeutige Haltung gegenüber Terroristen sehe ich nicht in dieser Entschlossenheit bei vielen Linken.
Abgesehen schuf er wirklich noch außergewöhnliche philosophische Schriften, siehe:http://www.rowohlt.de/autor/jean-paul-sartre.html

Aber nicht nur, dass die heutige Linke kaum im Gegensatz zum alten Satre stark die Stimme gegen Kriege erhebt, sie begeht auch den unendlichen Fehler, heimische Rechtspopulisten als "Nazis" zu bezeichnen, während gerade an Jesiden oder anderen etnischen Minderheiten in Syrien die schönsten lupenreinen Genozide begannen werden. 
Das wäre gerade so, wenn der besorgte polnische Landwirt, der Sorge hatte Juden zu verstecken als Nazi bezeichnet würde, während die SS als moderate Deutschnationale bezeichnet würden.

Das Problem an der Sache ist, dass wir es heute nicht wirklich mit Nazis in der Schwere zu tun haben, aber dass mehrere für die 400.000 Toten und Millionen an Vertriebenen in Syrien verantwortlich sind, macht die Sache nicht besser. Dass die Linke, diese Tatsache komplett ausblendet, ist ein Zeichen des Verlust von jediglichem Maß und Ziel.

Zur Zeit eines Jean Paul Satre wurde die Geisteswissenschaft anbei nicht in dem Maße gefördert wie heute und trotzdem brachte sie meiner Meinung nach viel bedeutendere Philosophen heraus als unsere Zeit!

p.s.: Ich sehe das als "Nazis" labeln in Wahrheit als Killerargument der Linken und als Ausdruck des Totalitarismus um offenen gesellschaftlichen  Diskurs zu verhindern und einfach drüber zufahren.

Hätte man den gleichen Druck für Frieden mit annähernder Kreativität auf die moderaten Kriegsteilnehmer (USA, Russland, Türkei, Iran, Saudi-Arabien, Qatar) ausgeübt, wie auf die eigenen Rechtspopulisten, dann wäre das vermutlich fruchtbarer gewesen.

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