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2013-06-09

Wirtschaftszweige Österreich

Österreich setzte auf Banken, Tourismus, Industrie, Kreativ-wirtschaft und Transit.
Die österreichischen Banker sind extrem gering talentiert für diesen Job, deswegen hatten wir von der BAWAG über die Kommunalkredit bis hin zur Hypo-Alpe-Adria so viel marode Banken.
Um die Jahrtausendwende gab es die Idee von einigen Schwachköpfen, so wie England die Industrie stark abzubauen und nur mehr als Knowledge and Headquarter Service and Support zu fungieren.

Ein industrieller Elite Think-Tank, der nur wenige Experten beschäftigt, bringt auch wenig Arbeitsplätze und wenig in für die Leistungsbilanz (Außenhandelsbilanz) eines Staates.

In Österreich ist aber der Abbau von produktiven Arbeitsplätzen geächtet, wahrscheinlich weil wir noch der einzige Staat in  €uropa mit Hammer und Sichel in der Landesflagge sind.
Jemand der hier akzeptabel bezahlte Arbeitsplätze schafft oder hält, hat den Status eines epischen Helden, egal ob Staudinger oder Eder von der VÖEST. Die staatliche Subvention für Real-wirtschaft ist außerdem nicht sehr hoch hier, weil wir ein Bankenland sein wollen. Deswegen werden von der Real-wirtschaft auch immer Sonderabgaben eingehoben um Geld im Budget für Banken-Rettung zu akquirieren.
Österreicher sind und bleiben sau miese Banker, deswegen retten Sozialisten mit Salinen als Ex-Finanzminister rechtskräftig verurteilte Steuerhinterzieher eher noch Banken, als Profi-Banker, da sie ganz simpel möglichst viel Verhandler einladen. Man sieht daran Österreicher sind in der Not recht wiff und können aus wenig viel machen. Ein anderes Beispiel ist der Transit. Hier ist der Sprit seit jeher um ein par Cent billiger als in den Nachbarstaaten. (Das kritisierten die ökologisch eingestellten Grünen anfangs ständig.) Aber trotzdem kamen in grenznahen Gebieten viele Tanktouristen nach Österreich. Beim Transit von LKWs, Geschäftsreisenden und Urlaubern wurde mit dem billigen Sprit das Tankstellen- und Raststationen-Netz als Schwester-Geschäftszweig aufgebaut. Ich traf bayrische Lastzugfahrer, die ganz begeistert im Restaurant einer Raststation von sich gaben: "Mann, da sind ja noch 2 echte Kellner, die dich bedienen und keine gestresste angefressene EinPersonkassierIn." Man sieht das Transit-wesen bringt nicht nur der FinanzministerIn sprudelnde Einnahmen aus der Mineralölsteuer, sondern beschäftigt noch dazu relativ viele Leute. Der einzige Dämpfer waren früher die teuren CO² Zertifikate, aber die gibt's jetzt in der €urokrise zum Saufüttern.

Leider vergessen einige Linken im Standard die Bedeutung der Realwirtschaft.

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